Wenn die Rehabilitation zu einem Erlebnis wird
Die Rehabilitation erfordert Regelmäßigkeit, Konzentration und die Bereitschaft, oft sehr ähnliche Bewegungen wiederholt auszuführen. Gerade die Motivation kann für manche Patienten eine der größten Herausforderungen sein.
Die virtuelle Realität kann die Übungen in eine Umgebung einbetten, die für den Patienten natürlicher, interessanter und unterhaltsamer ist. Anstatt eine Bewegung lediglich zu wiederholen, erfüllt er beispielsweise eine konkrete Aufgabe in der virtuellen Umgebung. Er erhält sofortiges Feedback und kann seinen eigenen Fortschritt verfolgen.
Das VR Medical-System dient dabei nicht nur der Unterhaltung. Es handelt sich um ein zertifiziertes Medizinprodukt, das es dem Therapeuten ermöglicht, die Übungen auf den jeweiligen Patienten, dessen Diagnose und funktionelle Einschränkungen abzustimmen.
Wenn Technologie hilft, die Abneigung gegen Bewegung zu überwinden
Einer der interessantesten Vorteile der virtuellen Realität könnte ihre Fähigkeit sein, die Art und Weise zu verändern, wie der Patient die Rehabilitation wahrnimmt.
In der Praxis zeigte sich dies beispielsweise am Fall eines Patienten, der zwar seit Langem zur Rehabilitation ging, aber nur sehr wenig Motivation für aktive Übungen hatte. Anfangs stand er der virtuellen Realität sogar ablehnend gegenüber.
Nachdem verschiedene Anwendungen ausprobiert worden waren, gelang es jedoch, Aktivitäten zu finden, die seinen Interessen entsprachen. Virtuelles Angeln oder das Spielen auf einem Schlagzeug schufen plötzlich ein Umfeld, in dem er spontan begann, sich zu bewegen. Nach und nach stieg seine Motivation, und bei der nächsten Therapiesitzung war er bereits in der Lage, im Stehen zu trainieren.
Gerade solche Situationen zeigen, dass der Wert der Technologie nicht nur im Training selbst liegen muss. Sie kann dazu beitragen, die Einstellung des Patienten zur Bewegung zu verändern.